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Gemeinsam auf die Bühne

Kooperation zwischen behinderten und nicht behinderten Darstellern

Schönfließ/Glienicke (hw) Der Spaß am Theaterspielen wird sie demnächst einander näher bringen – die acht Erwachsenen der Theatergrupppe “ThEaNoRd” der gemeinnützigen Nordbahn-Gesellschaft und Jugendliche aus dem Glienicker Gymnasium. Nach den Sommerferien werden die ersten Proben stattfinden. Die Kooperation zwischen der Werkstatt für behinderte Menschen und der Schule hat aber schon begonnen, erklärt Sascha Flick, der für Öffentlichkeitsarbeit zuständig und zudem Leiter des Stellwerks, einer Abteilung der Nordbahn gGmbH ist. „Stellwerk – der Name ist Programm. Hier sollen für möglichst viele Menschen mit Einschränkungen Wege in den ersten Arbeitsmarkt geebnet werden. Ein Ziel kann da auch sein, Selbstvertrauen zu schaffen, möglicherweise durchs Theaterspiel.
Die Gruppe „ThEaNoRd” gibt es bereits seit 2012. Vor allem im eigenen Kreis haben die Darsteller unter der Leitung von Nicole Greschuchna ihre Stücke aufgeführt, so beispielsweise zum 20-jährigen Bestehen der Werkstätten.

Mit dem Stellwerk-Wappen hinter sich: Sascha Flick. Er möchte die Weichen für Behinderte möglichst so stellen, dass sie auf dem ersten Arbeitsmarkt einen Job bekommen.

Mit dem Stellwerk-Wappen hinter sich: Sascha Flick. Er möchte die Weichen für Behinderte möglichst so stellen, dass sie auf dem ersten Arbeitsmarkt einen Job bekommen.

Kulturelle Teilhabe soll für alle gelten

Bei einer Lauf-Veranstaltung in Glienicke zugunsten von Multiple-Sklerose-Erkrankten war der Kontakt zwischen Schule und Werkstatt zustande gekommen. Schulleiter Hans-Joachim Borg und Dagmar Crasemann als erste Vorsitzende des Schulfördervereins zeigten sich von einer Kooperation in dem „Theaterprojekt Inklusion” gleich angetan, so Sascha Flick. „Inklusion, das heißt, dass in unserer Gesellschaft alle da-zugehören”, formuliert es Sascha Flick. Und: „Ein Blick über den Tellerrand ist lehrreich, gesund, erfrischend und unausweichlich, wenn man eine Gesellschaft anstrebt, in der kulturelle Teilhabe tatsächlich für alle gelten soll.” Befürworter zu finden, fiel nicht schwer. Glienickes Bürgermeister Hans Günther Oberlack (FDP) hat. sich schon bereit erklärt, als Schirmherr des Projektes zu fungieren. An wechselnden Probenorten soll das Stück, das vom Zweiten Weltkrieg handeln soll, nach den Sommerferien einstudiert werden. Bis ins nächste Jahr dauern die Proben. Für die Aufführungen des Stücks lassen sich von Glienicker Festen über Schulfeiern bis zum Tag der offenen Tür und der Weihnachtsfeier in der Schönfließer Werkstatt gleich eine ganze Reihe von Gelegenheiten finden.

Foto: Heike Weißapfel

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