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Mein FSJ bei der Nordbahn: Ein Jahr, das bleibt
Über Mein FSJ bei der Nordbahn: Ein Jahr, das bleibt
Als ich mein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Nordbahn begonnen habe, wusste ich noch nicht, wie sehr mich diese Zeit prägen würde. Neue Menschen, neue Aufgaben, neue Situationen – am Anfang war vieles ungewohnt. Doch schon bald habe ich gemerkt: Ich kann hier etwas für andere Menschen tun und bekomme selbst unglaublich viel zurück.
Gemeinsam wachsen
Während meines FSJ habe ich Menschen mit Behinderung im Arbeitsalltag begleitet. Dabei durfte ich auch neue Perspektiven kennenlernen. Ich habe zum Beispiel selbst ausprobiert, wie es sich anfühlt, mit einem Rollstuhl unterwegs zu sein und welchen Herausforderungen man dabei begegnet.
Am meisten gelernt habe ich aber im täglichen Miteinander. Besonders schön war es, zu sehen, wie Menschen selbstständiger wurden: Eine Aufgabe, die am Anfang noch schwerfiel, gelang irgendwann ganz allein. Wer jemanden über längere Zeit begleitet, weiß, wie viel hinter solchen kleinen Fortschritten steckt. Diesen Stolz mitzuerleben, war für mich etwas ganz Besonderes.
Wenn mein Name gerufen wurde
Wenn jemand Hilfe brauchte, wurde oft zuerst mein Name gerufen. Diese Momente werde ich nicht vergessen. Denn dahinter steckte Vertrauen: Die Menschen wussten, dass ich komme, ihnen zuhöre und sie ernst nehme. Auch die kleinen Gesten haben meinen Alltag besonders gemacht. Morgendliche Umarmungen, liebe Komplimente und die Freude darüber, mich zu sehen, haben mir viel bedeutet.
Eine Begegnung ist mir besonders in Erinnerung geblieben: Eine Klientin, für die körperliche Nähe nicht immer angenehm war, kam eines Tages von sich aus auf mich zu und umarmte mich. Das hat mich sehr berührt. Manchmal braucht Vertrauen keine großen Worte.
Was ich über Inklusion gelernt habe
Dieses Jahr hat mir gezeigt, dass wir oft zu schnell beurteilen, was ein Mensch kann oder nicht kann. Wenn wir uns Zeit nehmen, jemanden kennenzulernen, zuzuhören und zu begleiten, entdecken wir viel mehr: Fähigkeiten, Fortschritte, Selbstständigkeit und Freundschaft.
Ich hoffe, dass ich dazu beitragen konnte, dass sich die Menschen hier wohlfühlen, weiterentwickeln und spüren, dass sie dazugehören. Gleichzeitig habe ich mindestens genauso viel von ihnen gelernt.
Für mich bedeutet Inklusion, zu erkennen, dass Menschen mit Behinderung schon immer ein Teil unserer Gesellschaft waren.
Danke für ein besonderes Jahr
Ich bin dankbar, dass ich mein FSJ an der Nordbahn gemacht habe. Wenn ich zurückdenke, werde ich mich vor allem an die Menschen erinnern: an unser gemeinsames Lachen, die kleinen Fortschritte und die Momente, in denen mein Name gerufen wurde.
Mein Dank gilt auch meinen Kolleginnen und Kollegen. Sie haben mich von Anfang an begleitet, unterstützt und mir das Gefühl gegeben, dazuzugehören. Ich nehme die Erinnerung an ein herzliches Team mit. Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge – und mit vielen Erinnerungen im Herzen. Ein Teil von mir wird bei den Menschen bleiben, die dieses Jahr so besonders gemacht haben.
Danke für euer Vertrauen, eure Geduld und jeden gemeinsamen Moment.
Eure Nisa
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