Wissenswertes

NOBA-Leimholz® – der andere Weg

Eine regionale Lösung mit Weitblick…

Unsere Banklatten aus einem Leimholz zu fertigen, scheint zunächst unspektakulär zu sein. Vielleicht ist dieser erste Eindruck auch gar nicht abwegig. Das Besondere in diesem Produkt liegt eher in unserer Motivation, einen Weg der Nachhaltigkeit und Regionalität zu gehen und dem typischen „Höher… Schneller… Weiter…“ bewusst einmal nicht zu folgen.

Das, was sich für sie an dieser Stelle vielleicht noch etwas kryptisch anhört, versuchen wir ihnen nachfolgend zu erörtern.

Ausdrücklich gewünscht: Treten sie sehr gerne mit uns in den Austausch.

Zu Beginn – die kurze Zusammenfassung:

Für Interessierte mit wenig Zeit, fassen wir an dieser Stelle zusammen, was wir im Folgenden detailliert erläutern werden:

Nachhaltig denken

Die Nachfrage nach Holzbelattungen aus heimischen, sicheren Quellen mit kurzen Beschaffungswegen nimmt zu. Ein gesteigertes Bewusstsein für Nachhaltigkeit hat diese Veränderung bewirkt.

Zukünftige Herausforderungen

Eine abnehmende Verfügbarkeit geeigneter Schnitthölzer führt zu steigenden Preisen für Produzenten und Kunden und erschwert eine wettbewerbsfähige Fertigung von Banklatten aus einheimischen Materialien.

Unsere Antwort

Unsere Banklatten bestehen aus hochwertigen kurzen Lamellen, die unter strengen Vorgaben gefertigt und zu Kanteln verleimt werden. Die Produktgüte wurde vom Institut für Holztechnologie Dresden untersucht. Die positiven Ergebnisse haben uns dazu bewogen, unseren Kunden fortan unsere Produkte mit einer NOBA-Leimholz Belattung aus Douglasie anzubieten.

NOBA-Leimholz – Was ist das? Und vor allem Warum?

Unterschiedliche Gründe haben uns dazu bewogen, einem anderen Ansatz zu folgen.

Seit geraumer Zeit registrieren wir eine steigende Nachfrage nach heimischen, nachhaltigen Holzbelattungen mit kurzen Transportwegen. Insbesondere die erlebbaren klimatischen Veränderungen führen bei unseren Kunden zu einem veränderten Bewusstsein, das wir ausdrücklich begrüßen.

Als Holzverarbeiter, der seit vielen Jahren Schnittholz in Sägewerken einkauft, bemerken wir eine stetige Abnahme des Angebots an der von uns benötigten hochwertigen Stammware. Die Beschaffung gestaltet sich bei zeitgleich steigenden Preisen zunehmend schwierig.

Eine geringere Holzgüte führt entweder zu erhöhtem Verschnitt und Ausschuss oder erfordert Qualitätsabstriche. Keine akzeptablen Optionen.

Bei genauerer Betrachtung zeigt sich: Sowohl Banklatten aus Holzersatzmaterialien als auch aus modifizierten Hölzern erfordern lange Beschaffungswege und den Einsatz von zusätzlicher Energie sowie Zusatzstoffen in der Herstellung. Sie mögen zweifelsohne interessante Alternative sein, sind aber nach unserer Auffassung nicht die Lösung für das veränderte nachhaltige Bewusstsein.

Als Verarbeiter mit dem Ursprung in einer traditionellen Tischlerei schätzen wir die Einzigartigkeit von echtem Holz im öffentlichen Raum. Seine natürlichen Eigenheiten, inklusive vermeintlicher „Schwächen“, verleihen dem Material Charakter und sollten für jedermann erlebbar sein.

Unsere Idee

Im Rahmen intensiver Gespräche wuchs unsere Idee:

Um auch auf längere Sicht heimische Hölzer nutzen zu können, müssen wir unsere Güteanforderungen an die Rohware verringern. Denn, es gibt kein Holzmengenproblem, lediglich unsere Qualitätsvorstellungen werden perspektivisch kaum erfüllbar sein.

Die Beschaffungswege sollen unbedingt kurz, sicher und transparent sein.

In unserem Produktionsansatz fokussieren wir uns auf die Auswahl und Verarbeitung des Holzes und ermöglichen mit Hilfe eines Keilzinkungsverfahrens einen ressourcenschonenden Umgang. Faktoren wie der Verlauf der Jahresringe, natürliche Krümmungen, Äste, Harzgallen, das Splintholz sowie die Art der Verleimung werden definiert und stellen die Qualität unserer Banklatten sicher.

Zusammengefasst:

Wir haben eine bessere Ausbeute an einem günstigeren Schnittholz, stecken dafür aber viel Arbeit in den Fertigungsprozess…

Wir denken, das passt gut zu dem veränderten Bewusstsein.

Unser Weg – Ein Projekt

Wir müssen sicher sein, dass sich die Theorie auch in der Praxis bewahrheitet. Aus diesem Grund starteten wir ein umfangreiches Projekt.

Wir haben 50 Bänke und Tische mit den neuen Leimholz-Banklatten aus Douglasie gefertigt. Die Banklatten wurden in der Regel farblos geölt, einige erhielten aber auch eine filmbildende Beschichtung mit Lasuren oder Lacken.

Unsere Motivation sowie die Idee haben wir zahlreichen Geschäftspartnern, Grünflächenämtern und Landschaftsarchitekten vorgestellt und sie gefragt, ob sie ein Interesse an der Mitwirkung bei diesem Projekt haben.

Unsere einzige Bedingung hierzu lautete: Nehmt eine Musterbank , setzt diese der vollständigen Bewitterung aus und nutzt diese – gerne auch im öffentlichen Raum – intensiv.

Die Resonanz auf unsere Anfragen war erstaunlich positiv. Wir glauben, einen sensiblen Punkt getroffen zu haben. Folglich: Die Musterbänke wurden schnell verteilt.

Um eine fachlich fundierte Einschätzung zum NOBA-Leimholz zu erlangen, haben wir den Kontakt zum renommierten Institut für Holztechnologie Dresden aufgenommen. Dort haben wir unterschiedliche Untersuchungen, Güteprüfungen und Einschätzungen an den Materialien vornehmen zu lassen.

Die Ergebnisse fielen weitestgehend erfreulich aus.

Insbesondere die Banklatten mit den schmaleren Querschnitten übertrafen mit Blick auf Rissbildungen und Abspaltungen unsere Erwartungen.

Banklatten mit einer filmbildenden Lasur oder Lackierung wiesen überhaupt keine Fehler auf.

Auch die Untersuchungsergebnisse des Instituts für Holztechnologie Dresden waren erfreulich. Sowohl die Holzauswahl, die Art der Holzverarbeitung als auch die Verleimungen wurden in Augenschein genommen, unterschiedlichen Tests unterzogen und als gut bewertet.

Neben der Analyse des Materialverhaltens waren für uns auch die Rückmeldungen der Projektbeteiligten wichtig. Auch diese waren nahezu durchweg erfreulich. Sowohl unsere grundsätzliche Idee als auch das Produkt als solches wurden positiv bewertet.

Zusammengefasst: Wir fühlen uns in unseren Überlegungen sowie dem Weg bestärkt.

Und was ist nun besser?

Rein qualitativ betrachtet: Die Banklatten aus Tropenholz oder einer chemisch modifizierten Holzart. Ehrliche Antwort.

Sowohl im Hinblick auf die Lebenserwartung, die Härteeigenschaften sowie das Fehleraufkommen wird das NOBA-Leimholz unterlegen sein.

Trotzdem:

Wir sind fest davon überzeugt, dass die NOBA-Leimholz Banklatten für unsere Verwendungszwecke sehr gut passende Eigenschaften aufweisen und deren natürliche Lebenserwartung in einem erfreulichen Spektrum liegt.

NOBA-Leimholz ist eine heimische, nachhaltige Alternative mit Perspektive.

Und warum nun eigentlich NOBA-Leimholz®?

Die Tatsache, dass Holz verleimt wird, ist wahrlich nicht neu. Wir haben uns dennoch dazu entschieden, unsere Leimholzbanklatten unter einem Markennamen zu führen.

Denn: Mit dem Begriff NOBA-Leimholz wird unseren Kunden eine spezielle Art des Rundholzzuschnitts, die Art der Lamellenverleimung sowie die Gütesortierungen zugesichert. Hierauf legen wir großen Wert.

NOBA-Leimholz ist unsere heimische, nachhaltige Alternative mit Perspektive.

Unsere Ausgangsware – die Rohlinge
Unterschiedliche Muster wurden gefertigt und zur Nutzung gestreut
Muster mit einer Lasur hinterlassen einen besonders positiven Eindruck.
viele Muster wurden auch im öffentlichen Raum platziert
Die Rohlinge werden abgerichtet, fein gehobelt und profiliert.
Musterbank Oberhausen mit einer farblos geölten Belattung
Für den direkten Vergleich: Muster der Serie Berlin mit unterschiedlichen Beschichtungen