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Teilhabe Die Schönfließer Werkstatt für Menschen mit Behinderung stellt die Betreuung größtenteils ein.

Virus wird mit der Waschmaschine bekämpft

Teilhabe Die Schönfließer Werkstatt für Menschen mit Behinderung stellt die Betreuung größtenteils ein.

Schönflleß. Die Werkstatt für Menschen mit Behinderung, die Nordbahn gGmbH, in Schönfließ hat am Montag die Betreuung der Behinderten größtenteils eingestellt. Die Maßnahme gilt zunächst bis 3. April. Das teilte Geschäftsführer Micha Schaub mit.

Eine Notbetreuung ist gewährleistet. Damit folgt die gemeinnützige Gesellschaft einer Weisung des Landes Brandenburg. In der Einrichtung sind täglich bis zu 500 Menschen beschäftigt. Seit Ende Februar sei in der Nordbahn ein Krisenstab aktiv. Aktuell werde täglich die Lage bewertet und bei Bedarf weitere Maßnahmen festlegt, informierte Schaub. Um das Infektionsrisiko zu mindern, seien bereits die Sitzabstände vergrößert und zusätzliche Desinfektionsspender in den Eingangsbereichen der Häuser aufgestellt. Schaub begrüßt die Verfügung des Landes als richtigen Schritt zur Minimierung von Kontakten und der möglichen Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus.

Notbetreuung möglich
Bei Bedarf steht unter besonderen Bedingungen ein Angebot für die Notbetreuung zur Verfügung. Dies könne nach Rücksprache mit dem Begleitenden Dienst der Werkstatt genutzt werden. Trotz aller Einschränkungen werde in Schönfließ in einem geringeren Umfang weiter produziert. Die freien Kapazitäten werden dafür genutzt um zu prüfen, ob während der Krise Sachdienstleistungen für Einrichtungen und besondere Wohnformen angeboten werden können”, so Schaub. Beispielsweise wurden die Maschinen in der Wäscherei neu programmiert. Nun können Textilien so gereinigt werden, dass der Coronavirus im Waschvorgang zerstört wird”, informierte der Geschäftsführer.

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