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Lehrreicher Blick in die Werkstätten

Führung durch die Werkstätten: Matthias Blümel leitet die Führung. Hanna Gründel (r.) legt Möbelbauelemente auf ein Laufband, um sie maschinell überprüfen zu lassen. AILEEN HOHNSTEIN©

29.6.2015 Schönfließ (MZV/aho) Die vielen Luftballons wiesen am Sonnabend farbenfroh den Weg: In der Nordbahn gGmbH – Werkstatt für behinderte Menschen – findet der Tag der offenen Tür statt. So vielfältig die Farben der Luftballons war auch das Angebot für die Besucher. An einer Ecke zeigte ein Mitarbeiter seiner Familie stolz seinen Arbeitsplatz und führte ein paar Arbeitsschritte vor. In einem anderen Raum erklärte ein Gruppenleiter interessierten Besuchern seinen Arbeitsbereich. Draußen auf dem Hof sorgte Musik für ein paar schwingende Hüften und lächelnde Gesichter.

Da die Nordbahn recht unübersichtlich ist – immerhin arbeiten in mehreren Hallen etwa 400 Menschen mit Behinderungen und 100 Betreuer, Gruppenleiter, Fahrer, Elektriker und viele mehr – wurden mehrere Führungen angeboten. Matthias Blümel, Montage-Bereichsleiter, übernahm die Aufgabe und zeigte den Teilnehmern der Führung ausgiebig die verschiedenen Arbeitsbereiche der Werkstatt. Ob Teile für Scheinwerfer von namhaften Automarken, Scharniere für Kühlschränke, Parkbänke aus der Holzwerkstatt, Papiermappen aus der Druckerei oder Reinigung und Reparatur von Pferdedecken – das Dienstleistungsspektrum der Nordbahn ist weit gefächert, wie die Besucher sehen konnten.

Seit 1992 gibt es die Werkstatt für behinderte Menschen. Was sie laut Blümel einzigartig macht, sind die etwa 30 speziell angefertigten Maschinen aus dem Sondermaschinenbau der Nordbahn. Durch sie ist es selbst Menschen mit mehrfachen Behinderungen möglich, in der Werkstatt zu arbeiten. “Bei uns vernichtet der Automatisierungsprozess keine Arbeitsplätze, sondern schafft und sichert sie”, erklärte Blümel.


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